Wie Mainz 05 Auswärtsserie der Fünften ist gerissen

Spielbericht über eine erwartete und verdiente Niederlage gegen Bad Essen 2.

Auch am dritten Spieltag der Kreisliga konnten wir nicht mit unserer geplanten Starting Six antreten. Dieses Mal fehlte erneut Dennis.
Als Ersatz sprang dieses Mal Michael Saal ein, der bereits im Vorfeld böses ahnte und mitteilte, dass er, wegen seiner mangelnden Spielpraxis hoffe nicht in 10 Zügen zu verlieren. So schlimm kam es dann aber nicht.

Da unsere Gegner uns DWZ mäßig erneute überlegen waren und aus meiner Sicht um den Aufstieg mitspielen könnten, hatte ich als Marschroute ausgegeben möglichst viel Brettpunkte einzusammeln. Da ich nicht wirklich mit Mannschaftspunkten rechnete.

Nun zur chronologischen Abfolge des Elends.
Am 6. Brett hatte Michael sich im 13. Zug über ein seiner Meinung nach unmotiviertes Läuferschach seines jungen Gegners (Alexander Bulba) gefreut und notgedrungen den Läufer geschlagen. Leider hatte er übersehen, dass durch den Abzug des Läufers ein Angriff auf seine Dame entstanden war, so dass diese einen Zug später vom Brett verschwand. Woraufhin er sofort aufgab. Also immerhin das Ziel erreicht.

Kurze Zeit später bot Ralf Schmidt gegen Andrej Salwei an Brett zwei in unklarer Stellung Remis an, was sein Gegner sofort annahm. Nach den vorherigen beiden Niederlagen wollte Ralf zumindest etwas zählbares mitnehmen.

Bei mir hatte sich Spitzenbrett gegen Olaf Dunkhorst laut der Analyse schon ab dem 15. Zug Unheil zusammengebraut. Nach einem souveränen Qualitätsopfers meines Gegners und einem unkorrekten Läuferopfers meinerseits musste ich meinem Gegner die Hand reichen.

An Brett 4 hatte Norbert Düvel gegen unseren Holzwurm Günter im Mittelspiel eine Qualität erobert, die er im Endspiel souverän in einen vollen Punkt verwandelte.
Maximilian spielte am fünften Brett bereits nach der Eröffnung mit einem Minusbauern gegen Viktor Konrad. Zunächst sah es lange nach einem souveränen Remis aus. Allerdings konnte im Endspiel mit seinem König auf Maximilians Königsflügel eindringen. Was eigentlich zum Gewinn hätte reichen sollen. Aus unerfindlichen Gründen zog sich der Gegner aber wieder zurück, so dass Maximilian die Stellung noch zum halben Punkt schließen konnte.

Als letztes spielte also noch Peter Schiffer gegen Sven Jankowski an Brett drei. Peter hatte am Ende der Eröffnung forciert eine Figur gewonnen und erspielte mit diesem Vorteil souverän den vollen Punkt.

Somit haben wir immerhin 2 Brettpunkte eingesammelt. Wie wichtig diese werden können, haben wir in den beiden zurückliegenden Saisons gesehen.

Dr. Jochen Wagner