3. Mannschaft 21/22

Den Spielplan und Ergebnisse unserer 3. findet ihr hier.

1. Berling
2. Heveling
3. Möller
4. Schiffer
5. Festl
6. Steinkamp
7. Peters (MF)
8. Palatnik

Saisonauftakt der dritten Mannschaft geglückt

Nachdem die vierte Mannschaft bereits eine Woche zuvor souverän in die neue Saison gestartet war, ging es nun auch für die dritte Mannschaft darum, am Brett zu zeigen, was in der Zeit des Lockdowns auf diversen Onlineplattformen gelernt worden war (oder was man zumindest nicht vergessen hatte).

Antreten durften wir gegen die erste Mannschaft des TuS Aschendorf. Nach einer langen Hinfahrt, deren Gespräche wie es sich gehört fast nur von Schach-Anekdoten und Eröffnugsvariationen geprägt war, kamen wir zeitig und gut gelaunt an der Spielstätte an. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Fahrer Dimitri und Günter, die sich trotz einer Strecke von 150km pro Weg direkt bereit erklärtt hatten, sich hinters Steuer zu setzen.

Leider konnten zwar nicht alle Spieler beim ersten Spiel dabei sein, aber glücklicherweise sind wir in der Position, extrem starke Spieler in den anderen Mannschaften und auf der “Ersatzbank” zu haben, so dass uns das in keinster Weise geschwächt hat, wie die einzelnen Ergebnisse deutlich zeigen. Schließlich kamen vier der sechs Spieler aus erwähntem Auftakterfolg der vierten auch heute wieder zum Einsatz.

Nach einer kurzen Begrüßung und der üblichen Rede des gastgebenden Mannschaftsführers ging es dann auch schon los.

An Brett 1 hatte es Justin Berling mit dem starken Alexej Janzen zu tun. Bei deren letzten Aufeinandertreffen ging Justin als Sieger vom Brett, diesmal musste er sich leider der Aschendorfer Nummer 1 geschlagen geben.

Anders sah es bei Tom Möller an Brett 2 aus, der mit den schwarzen Figuren gegen Jannik Bröring antreten durfte. Dort machte sich das taktische Gespür unseres jungen U-12 Vizelandesmeisters bemerkbar, als er mit einer Springergabel die Dame des Gegners und somit auch die Partie gewinnen konnte.

An Brett 3 durfte sich der Verfasser dieses Artikels in seinem ersten Ligaspiel mit Jens Schmitz messen. Die sizilianische Verteidigung des Aschendorfers lenkte ich in die Alapin-Variante. Diese schien ihm allerdings gut bekannt, so dass schon nach den ersten 15 Zügen ein beachtlicher Zeitvorteil auf schwarzer Seite zu verzeichnen war. Dennoch war es über lange Zeit eine recht ausgeglichene Partie. Letztendlich verlor ich im Turmendspiel einen wichtigen Bauern und machte einen unglücklichen positionellen Fehler mit meinem König. was der routinierte Gegner auch gegen meine verzweifelten Verteidigungsversuche souverän in einen Punkt umzuwandeln wusste.

An Brett 4 spielte der zweite Neuling im Verein Alexander Palatnik gegen Enno Heerdegen. Auch in diesem Spiel konnte der erfahrenere Aschendorfer die Oberhand behalten und mit einem Turm mehr im Endspiel einen weiteren Punkt für seine Mannschaft einfahren.

Am fünften Brett traf Günter Hullmann auf Ivan Popovici. Glücklicherweise konnte man hier nicht von einem Erfahrungsdefizit auf unserer Seite sprechen und der solide und konzentrierte Günter konnte einen von der Eröffnung über das Mittelspiel bis hin zum Endspiel ungefährdeten Sieg einfahren, bei dem er seinen Vorteil bis zum Schluss immer weiter ausbauen konnte.

An Brett Nummer 6 kam unser U-10 Landesmeister Edward Bundan zum Einsatz. Er hatte es mit Valerij Matis zu tun. Und ähnlich souverän wie bei den Landesmeisterschaften, bei denen er alle seine 9 Partien gewinnen konnte, fertigte er auch hier sein Gegenüber ab. Er brauchte lediglich 27 Züge (in unglaublichen 21 Minuten), um mit einem Läufer und zwei Bauern mehr einen sehr wichtigen Punkt für die Mannschaft zu holen. Die darauf folgende Wartezeit auf die anderen Partien (insgesamt über 3 Stunden) war sicherlich die größere Herausforderung für unser junges Talent.

An Brett 7 traf ein weiterer Jugendlicher auf einen Veteranen auf Aschendorfer Seite. Max Storm steuerte das Spiel gegen Bernhard Hinrichs in die Rossolimo Variante der sizilianischen Verteidigung, in der sich unser Spieler offensichtlich komfortabler bewegte als sein Gegner. Nachdem sein Gegenüber auf der Königsseite rochiert hatte, traf Max die Entscheidung, seinen König in der Mitte zu belassen und seinerseits einen Angriff auf dem Königsflügel zu starten. Nachdem er dort immer mehr Druck aufgebaut hatte, konnte der Gegner seine Position nicht mehr halten, verlor eine Leichtfigur und gab kurz darauf das Spiel auf.

Brett 8 sah Jürgen Mager, der (wie auch Edward, Max und Günter) wie erwähnt bereits am glorreichen Sieg der vierten entscheidend beteiligt war, gegen Heino Rütters in einer russischen Partie. Wie in der russischen Variante üblich entwickelte sich das Spiel langsam mit wenig Spannung in der Eröffnung. Im Mittelspiel unterlief Jürgen zwar ein fataler Fehler, den der Gegner aber glücklicherweise unbestraft ließ, als dieser mit einem kurzzeitigen Springeropfer auf f7 einen Turm hätte gewinnen können. So aber gewann unser Spieler mit den schwarzen Figuren kurz darauf einen Bauern und die Stimmung besserte sich. Nachdem sich die Türme und jeweils eine Leichtfigur abgetauscht hatten, ging es ins Endspiel mit Dame, Springer und fünf Bauern gegen Dame, Läufer und vier Bauern. Der Aschendorfer bot hier Remis, was Jürgen aufgrund des Mehrbauern ablehnte. Nach einigem Manövrieren stand der schwarze Springer zwar deutlich aktiver als der weiße Läufer und Jürgen hatte das Gefühl deutlich besser zu stehen (die spätere Analyse bestätigte dies, zeigte aber auch, dass es einige schwer zu findende Züge gebraucht hätte, um mit den Bauern durchzubrechen), er fand den konkreten Weg zum Sieg aber nicht und entschied sich daher in Zug 44, sich nun doch auf ein Remis einzulassen.

Und damit bezwingt die dritte Mannschaft des SV Osnabrück die erste des TuS Aschendorf knapp und doch verdient mit 4½ – 3½ !

Ich bedanke mich bei allen Spielern, besonders bei denjenigen, die sich recht spontan bereit erklärt haben auszuhelfen und natürlich bei Dimitri Bundan für die großartige Unterstützung.

Das nächste Spiel findet am 09.10.2021 gegen Veldhausen/Uel.2 im Barenturm statt und wir gedenken, an diesen Erfolg anzuknüpfen.