An diesem Wochenende fand die zentrale Endrunde der Saison 2025/26 in der Jugendliga Niedersachsen statt. In dieser Liga spielen acht Vereine um den Aufstieg in die Jugendbundesliga bzw. gegen den Abstieg in die Jugendklassen Niedersachsens. Unsere 6er-Mannschaft lag vor dem entscheidenden Doppelspieltag gut im Rennen um die Meisterschaft, musste jedoch noch zwei schwere Spiele gegen Nordhorn-Blanke und SV Gifhorn bestreiten. Doch unsere Talente waren zur rechten Zeit in Topform: Am Samstag wurde die starke Mannschaft vom SK Nordhorn-Blanke mit 5:1 regelrecht überrollt und am Sonntag gelang ein überzeugender 4:2-Erfolg gegen den SV Gifhorn. Mit 12:2 Mannschaftspunkten steht am Saisonende die diesjährige Meisterschaft, dahinter platzierten sich mit je 10:4 Punkten der SK Lehrte und der Peiner SV.
Dieser Erfolg unterstreicht einmal mehr die hervorragende Jugendarbeit von Dimitri Bundan, seit seinem Amtsantritt vor nunmehr 6 Jahren hat unsere Jugendarbeit einen enormen Aufschwung genommen. Dies beweisen sowohl die zahlreichen Erfolge unserer Kinder und Jugendlichen wie auch die große Anzahl schachbegeisteter Trainingsteilnehmer und aktiv am Ligabetrieb mitwirkender Jugendlicher. Neben der ersten Jugendmannschaft, wo Edward Bundan, Maximilian Jürgenpott, Florian Salim, Jason Schwab, Luca Czubek, Vykintas Janulis, Marieke Schmidt und Alex Arndt zum tollen diesjährigen Erfolg beitrugen, sind ja auch noch zwei Mannschaften des OSV in der Jugendklasse Niedersachsen aktiv!
Das Foto zeigt unsere siegreiche Jugendmannschaft vom Wochenende, v.l.n.r.: Vykintas Januklis, Florian Salim, Luca Czubek, Alex Arndt, Jason Schwab, Maximilian Jürgenpott, Jugendwart Dimitri Bundan, Edward Bundan.

Die KI, von Dimitri erstellt und wo auch die am Wochenende nicht anwesende Marieke Schmidt eingefügt wurde, sieht diesen Erfolg glorreicher:

Nun haben also unsere jugendlichen Heroen die Spielberechtigung an der (geteilten) Jugendbundesliga erworben, ein toller Erfolg, auf den auch jahrelang hingearbeitet wurde! Und nun fängt das Nachdenken an:
Während z.B. NRW eine eigene Jugendbundesligastaffel (West) bildet, sind an der Jugendbundesliga Nord, Staffel Mitte, die Bundesländer Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt beteiligt. Und in dieser Saison spielte (bzw. spielt) die Liga mit Werder Bremen, Braunschweig, Göttingen, Hagen und aus Sachsen-Anhalt USC und AE Magdeburg, 1.FC Anhalt, und, sozusagen als Krönung, Motor Zeitz! Da schaue ich bei letzterem mal auf den Routenplaner, und der spuckt eine Entfernung von 430 km bei einer Fahrzeit von knapp 5 (!) Stunden aus. Als weiterer Aufsteiger steht bereits Dessau fest (350 km, 4 Stunden Fahrzeit).
Bei aller Euphorie: Bei diesen zeitlichen und finanziellen Herausforderungen kann dem auf die Angelegenheit rational blickendem Beobachter schwindlig werden. Nun bleibt schnell abzuklären, ob die Jugendlichen (bzw. deren Erziehungsberechtigten) die zeitlichen Herausforderungen auf sich nehmen möchten (es werden wohl auch Übernachtungen anfallen) und die Aufgabe des Vorstandes wird sein, die auf den Verein zukommenden finanziellen Belastungen und mögliche Finanzierungsquellen zu erarbeiten. Es würde keinen Sinn machen, blauäugig an diese tolle Chance heranzugehen und sportlich und finanziell ein Desaster zu erleben…
Gerhard Müller
