Am 7. Spieltag der Kreisligasaison 2025/2026 durften wir endlich mal wieder ein Heimspiel im Turm bestreiten.
Da wir uns nach 5 gespielten Runden (die wetterbedingt verlegte 4. Runden Partie gegen Hasbergen/Gaste holen wir am 11.04.26 nach) noch Mitten im Abstiegskampf befinden konnte das Zeil nur lauten den ersten Mannschaftssieg der Saison einzufahren.
Wir hofften auf eine lösbare Aufgabe da einige der Topspieler unserer Gegner sich schon höher festgespielt hatten. Da laut Dimitiri auch Siegmar Ibisch nicht spielen würde bereiteten wir uns entsprechend vor. Die Vorbereitung war aber nach ausfüllen des Spielberichtsbogens durch den gegnerischen Mannschaftsführer ad Absurdum geführt, da an Brett eins eben jener Siegmar Ibisch unserem Peter das Leben schwer machen würde. Also herzlichen Dank an Dimitri für diese vorab Information.
An Brett 5 und 6 traten unsere Gegner aber mit sehr jungen Nachwuchsspielern an. Deren Aufgabe lautete laut Mannschaftsführer Helmut Meyer einfach nur langsam spielen und sich Zeit nehmen.
Jetzt aber zum chronologischen Ablauf:
An Brett 6 hatte Maximilian Reuschel gegen seinen Namensvetter Maximilian Martens nach ungefähr 40 geblitzten Zügen eine Qualität mehr, die er dann souverän zu einem Grundlinienmatt verwertete. Also lagen wir endlich einmal in Führung.
Mein Gegner Clemens Dobbelhoff nahm sich zwar etwas mehr Zeit, verschenkte dafür aber bereits in der Eröffnung viele Tempi, indem er mehrfach mit den gleichen Leichtfiguren zog. Laut Engine stieg mein Vorteil langsam, aber sicher an und ich konnte eine Figur für eine Qualität gewinnen. Zwischenzeitlich schaute Dennis bei mir aufs Brett und wirkte etwas irritiert, da er meinen sich hinter mehreren Bauern versteckenden Läufer nicht auf Anhieb sah. Nachdem ich Ihn darauf hingewiesen hatte, und er sah das ich eine Figur mehr hatte, kehrte er beruhigt an sein Brett zurück. Leider stellte mein Gegner dann nach seiner größten verbrauchten Bedenkzeit einzügig einen Springer ein und gab dann mit 2 Figuren weniger nach drei weiteren Zügen auf. Wir hatten also nach kurzer Zeit eine 2:0 Führung und brauchten eigentlich nur noch 3 Remis zum Mannschaftssieg.
Nach einem kurzen Rundgang sah es für mich an allen Brettern relativ ausgeglichen aus, nur Ralfs Stellung gefiel mir nicht sonderlich gut.
Da wir unsere Aufgaben erledigt hatten konnten Maximilian und ich uns schon den ersten Getränken widmen.
Dennis Hahn hatte mir kurz vorher mitgeteilt das er falls sein Helmut Meyer ihm ein Remis anbieten würde er dieses gerne annehmen würde. Allerdings kam es dann relativ schnell anders. Jedenfalls öffnete sich die H-Linie für Dennis bei gleichzeitiger Turm König Gegenüberstellung auf der G-linie was nach einem schlagen des G-Bauern zu einem nicht mehr zu parierendem Angriff führte was sich Helmut Meyer, völlig zu Recht, nicht mehr zeigen ließ und die Hand zur Aufgabe reichte. Wir führten als erstmals 3 zu 0.
In der Zwischenzeit stand unsere ebenfalls im Turm spielende Vierte Mannschaft gegen Fürstenau 2 auf verlorenem Posten. Kurze Zeit später war dann die Niederlage der Vierten besiegelt, so dass die von uns erhoffte Schützenhilfe im Abstiegskampf ausblieb und wir dann in der 8. Runde gegen Fürstenau alles selber machen müssen.
Jetzt aber weiter zu meiner Mannschaft. Günter Hullmann hatte zwar gegen Georg Gosmann einen Figurengewinn gegen geopferte Qualität ausgelassen, sich aber zumindest eine Qualität erobert. Diesen Vorteil baute er langsam, aber sicher zu einem gewonnenen Endspiel aus, so dass sein Gegner nach Erreichen der von ihm angestrebten 40 Züge ebenfalls aufgab.
Unser Mannschaftssieg war also eingefahren.
Die beiden laufenden Partien zogen sich noch lange hin. Ralf Schmidt stand gegen Bernhard Mescher dabei lange in einem Endspiel mit Turm gegen Läufer und Turm gegen Springer mit 2 Minusbauern auf verlorenem Posten und mußte schließlich aufgeben.
Peter Schiffer hatte gegen Siegmar Ibisch einen Mehrbauern und sehr aktive Türme. Diesen Vorteil konnte er nach langer zäher Verteidigung seines Gegners schlußendlich zum letzten vollen Punkt für uns verwandeln. Endstand 5 zu 1 und endlich der lang ersehnte erste Mannschaftssieg. Danach schmeckten uns Pizza und Kaltgetränke natürlich hervorragend, wenn auch sehr spät.
Dr. Jochen Wagner
