Verbandsliga: Zweite Mannschaft bleibt auf der Siegerstraße

Der vierte Spieltag führte uns nach Spelle, wobei uns klar war, dass deren derzeitiger schlechter Tabellenplatz unter ihren Möglichkeiten liegt. Bei uns fehlte nur Sven, den wir mit unserem Edelreservisten Hannes aber adäquat ersetzen konnten, sodass unser Ziel mit einem weiteren Mannschaftserfolg klar war.

Als erster war nach gut drei Stunden David an Brett 2 fertig, seine Partie bewegte sich nach beidseitig sauberem Spiel immer im Gleichgewicht. Wenig später erfolgte an Brett 1 der Friedensschluss, wobei Boris im Nachhinein mit seinem Spiel unzufrieden war und -sicherlich zu Recht- angab, schlechter gestanden zu haben. Kurz vor der Zeitkontrolle folgte das Remis am Brett des Mannschaftsführers, nachdem ich zuvor den Fortgang an Brett 7 abgewartet hatte. Dort hatte Nenad nach 10 Zügen einen Zeitvorteil von 60 (!) Minuten, den erreichten Vorteil dann allerdings zwischenzeitlich aus der Hand gegeben,  um dann später in der zweiten Zeitnot seines sehr jungen und talentierten Gegners doch zu gewinnen: endlich Führung für uns, 2,5:1,5!

Ein weiterer Partiegewinn für uns war hier bereits absehbar, Sergey hatte an Brett 3 wieder eine blitzsaubere Partie hingelegt und seinem Gegenüber keine Chance gelassen.  Allerdings musste dann Maximilian an Brett 6 seine Partie aufgeben, nur noch 3,5:2,5 für uns. Von der Partie habe ich nichts verstanden, eine anfänglich angenehme Stellung hatte unser Mann dann dermaßen verkompliziert, das  überall  Figuren hingen. Leider erwies sich seine Königsstellung aber als die entscheidende Achillesferse.

Ein weiterer Mannschaftssieg war dann wahrscheinlich, aber noch nicht sicher. Überraschend kam Torsten (Brett 5) nach lange Zeit angenehmer Stellung vom rechten Pfad ab, seine Stellung war zumindest zweischneidig. Dabei hatten wir mit Hannes an Brett 8 ein weiteres Faustpfand auf unserer Seite, doch spannte er zuvor die Kiebitze mit seiner Zeiteinteilung auf die Folter, mehrfach ließ er die Uhr auf weniger als 10 Sekunden BZ ablaufen. Im Endspiel mit ungleichen Läufern und zwei Mehrbauern bewies er dann wiederum eine tolle Übersicht! Nach fünf Stunden beendete Torsten seine Partie mit einem Remis, womit er sehr zufrieden sein konnte, und Hannes´Gegenüber streckte die Waffen zum hart erkämpften 5:3 Endstand für uns.

Somit stehen wir nach 4 Spieltagen mit einer lupenreinen Weste dar, auch theoretisch können wir nicht mehr absteigen. Beim den Tag abrundenden Siegerbier in heimatlichen Gefilden konnte der Mannschaftsführer guten Gewissens neue Ziele ausgeben…

Gerhard Müller