Verbandsliga: Siegesserie unserer Zweiten geht weiter!

In der sechsten Runde war die zweite Mannschaft von Union Oldenburg zu Gast im Barenturm. Bei den zweiten Mannschaften ist ja immer die Frage, wen sie an die Bretter bekommen, gehen im Zweifel doch die ersten Mannschaften vor. Bei uns spielten Boris und David in der Oberliga, aber auch die Oldenburgern waren mit mehreren Ersatzleuten angereist. In voller Besetzung wären die Oldenburger bärenstark, aber die angereiste Mannschaft erschien schlagbar. Es sollte ein spannender, aber nicht fehlerfreier Tag werden…

Als Erster beendete Nenad an Brett 6 seine Partie mit einem Remis, womit er, wie er bei der späteren kleinen Siegesfeier sagte, unseren Mannschaftssieg vorbereitete. Selbiger war aber hier noch nicht absehbar, stand doch unser Topscorer Sergey (Brett 1) schlechter und auch mein  Aufbau gefiel mir gar nicht. Und klar war hier schon, dass der dankenswerterweise eingesprungene Kurt (Brett 8) schlecht stand, die gegnerischen Türme tümmelten sich auf der 2. Reihe. Kurt kämpfte noch lange, letztendlich aber vergeblich: 0,5:1,5. Den Ausgleich stellte Hannes (Brett 7) her, der auf sehenswerte und kreative Weise die gegnerische Dame einkreiste. Eine schöne Partie von Hannes!

Meine Sorgenfalten verschwanden dann gut eine Stunde später. Sergey konnte die verlorene Qualität nach einem gegnerischen Einsteller zurückgewinnen, im Folgenden die Komplikationen umschiffen und uns in Führung bringen: 2,5:1,5. Noch vor der Zeitkontrolle trugen dann Torsten an Bett 3 ein sicheres  und Maximilian an Brett 5 ein eher etwas wackliges Remis bei: 3,5:2,5. Gut hatte sich seit einiger Zeit die Partie des Berichterstatters entwickelt, nachdem mein Gegenüber durch eine petite combination einen Bauern eingebüßt hatte.  Man soll aber den Tag nicht vor dem Abend loben: An Brett 4 hatte Sven eine leicht bessere, unverlierbare Stellung auf dem Brett, aber vergaß bei der Suche nach möglichen Vorteils- und Gewinnmöglichkeiten die Uhr: ZÜ und Partieverlust. Nun lief nur noch meine Partie, aber jahrzehntelange Erfahrung kommt einem bei technischen Endspielen natürlich entgegen, das L- vs. S-Endspiel mit Mehrbauern konnte ich problemlos zum Sieg führen.

Unter dem Strich also ein 4,5:3,5 Erfolg für uns, womit wir unsere Tabellenführung sichern konnten und ein Aufstieg möglich erscheint. Unsere Stimmung beim Siegerbier verbesserte dann noch die Kenntnis des knappen Erfolges unserer Ersten beim Abstiegsduell in Braunschweig…

Gerhard Müller