Hagen SV II gegen SV Osnabrück III

Das Comeback! Hagen SV 2 gegen SV Osnabrück 3

 

Nach der letzten Klatsche, die wir gegen die SG Osnabrück 2 mit 7:1 bekommen hatten, war dieses
Spiel unser Comeback in dieser Saison. Da Hagen ja quasi um die Ecke ist, war die Fahrt trotz der
schlechten Wetterlage gut zu meistern.


Im Vereinshaus der Hagener angekommen mussten wir feststellen, dass die Truppe fast komplett mit Ersatzleuten spielen würde. Es waren natürlich trotzdem starke Gegner, die man nicht unterschätzen sollte, da wir selbst auch 2 Ersatzleute haben spielen lassen. Von mir nochmal ein Dankeschön an unseren Spielleiter Maximilian Reuschel und an Peter Schiffer aus der 6. Mannschaft für das Aushelfen.


Es wurde an vielen Brettern schon recht wild, weshalb es an Brett 6 schon recht schnell zu einer Entscheidung kam. David hatte es mit Schwarz schnell mit einem Turmverlust zu tun, bekam dafür aber einen gedeckten Freibauern auf der 2 Reihe. Mit einem Fehlzug seines Gegner konnte David die Partie für sich entscheiden. 0-1


Jakob hatte eine ähnlich wilde Partie an Brett 3. Er hatte weiß und eine hoch taktische Stellung aufs Brett bekommen, wo einer eine Batterie mit Dame und Läufer auf den Königsfügel gestellt hatte und schlug mit dem Läufer auf g6 ein. Dieser konnte aber schwer genommen werden, weil die Dame mit einem „Schach“ nachkommen würde , was zu allerlei Komplikationen führen würde. Ebenso hat Jakob nicht rochiert und musste einer ähnlichen Batterie aus Dame und Turm auf der E-Linie standhalten. Er navigierte sich da bestens durch, was seinem Gegner dazu brachte, ihm die Hand zu geben. 0-2


Ich konnte an Brett 5 auch reht schnell einen Vorteil aus der Eröffnung erringen, durch einen frühen Damentausch, weshalb mein Gegner nicht mehr rochieren konnte. Dann kam von mir die lange Rochade, schnelle Figurenentwicklung und eine Taktik, die mein Gegner übersehen hatte, was mir einen Bauern und die Qualität einbrachte. Nach ein paar weiteren Zügen konnte ich noch eine Figur gewinnen und somit gab mein Gegner auf. 0-3


An Brett 4 hatte dann Klaus-Dieter ein recht intensives Mittelspiel, was unklar erschien. Die Stellung war recht geschlossen, bis sein Gegner versuchte die Stellung zu öffnen und in ein Endspiel abzuwickeln, was er scheinbar für sich als Vorteil sah. Dies war aber nicht der Fall, da Klaus-Dieter zwei verbundene Freibauern bekam, die nun gegen einen Turm und den König nicht mehr aufzuhalten waren. Das hat sich der junge Hagener vom erfahrenen Klaus-Dieter dann noch zeigen lassen und dann aufgegeben. 0-4


Nach diesem sehr starken Vorsprung kam leider die ersten Niederlage des Abends. Maximilian hatte am letzten Brett es mit einem 1850er zu tun, dem er leider nicht standhalten konnte und gab sich recht früh geschlagen. Trotzdem hat er gekämpft, wie es nur ging. Danke dafür. 1-4


Justin musste an Brett 2 schon früh einen Nachteil in der Eröffnung einbüßen, aber sein Gegner konnte es nicht genung ausnutzen, was die Stellung doch wieder sehr ausgeglichen machte. Dann gewann Justin zwar noch die Qualität, aber die Stellung wurde trotzdem schwer auf Vorteil zu spielen, weil sein Gegner ein sehr starkes sich deckendes Springerpaar hatte. Nach weiteren Zügen einigten sich beide auf ein Unentschieden. 1,5-4,5


Peter Schiffer spielte an Brett 7 gegen einen Gegner, der zwar von der DWZ her schwächer war, aber dieser zeigte, das die Zahl nicht alles ist. Er überraschte Peter doch stark mit einer sehr guten Performance. Die Schlussstellung hatte für Peter kaum noch Hoffnung, da er nur einen Bauern gegen 4 zu verteidigen hatte und beide hatten noch einen Läufer und Turm. Zwar konnte Peter den König seines Gegener auf der H-Linie einschließen, aber das half ihm nicht, sich gegen die Bauern zu verteidigen. Somit gab sich Peter geschlagen. 2,5-4,5


Die längste Partie hatte dann noch Dirk zu bestreiten. Er hatte sich später eine recht gute Stellung erspielt, die wahrscheinlich einen leichten Vorteil für ihn geben würde, da sein Gegner nicht rochiert hatte und einen Turm und Läufer auf der Grundreihe gefesselt hatte. Er versuchte diese Fesslung mit einem Turm auf der 8ten Reihe auszunutzen, um sich dann auf die Bauern a und b zu stürzen. Doch musste er schnell merken, das sein Turm nicht mehr so mobil war und nicht weit davon entfernt war gefangen zu werden. Doch konnte er sich da noch rausmanövrieren und beide einigten sich auf ein Remis. 3-5


Auch wenn wir nicht die volle Truppe von Hagen besiegt haben, war es trotzdem ein guter Spieltag
für uns und ein wichtiger. Somit müssten wir uns den Klassenerhalt wahrscheinlich gesichert haben.
Das heißt aber nicht, dass wir nicht weiter versuchen, Punkte in den nächsten Spielen zu machen.

 

Matthias Niwinski