Zum Auftakt der neuen Saison mussten wir gleich die weiteste Auswährtsfahrt nach Veldhausen antreten. Stark ersatzgeschwächt, mit 5 fehlenden Spielern an den ersten 6 Brettern, waren die Vorzeichen schon vor dem Anstellen der Uhren eher ernüchternd. Aushilfen fanden wir aber in Ralf aus der Fünften, Suraj, Eberhard und Tristan, so dass wir zumindest alle 8 Bretter besetzen sollten. Aber dann fehlte plötzlich Mykhailo am Treffpunkt, und nur mit einiger Verzögerung konnten wir ihn an der Autobahnauffahrt Tecklenburg einsacken. Um nicht zu spät am Spielort zu sein, trat ich etwas aufs Gas, ein Knöllchen wird mir wohl noch ins Haus flattern…
Eine schnelle Entscheidung gab es dann an Brett 1: Justin und sein Gegner einigten sich nach 13 Zügen und gefühlten 20 min. Spielzeit auf ein remis. Nach der Analyse wohl auch zurecht. Und dafür so lange Autofahren… 0,5:0,5
Lange Zeit passierte dann aber wenig, bzw. viel, es war an allen Brettern recht eng, bis sich Mykhailo an Brett 4 verzettelte, 2 Figuren verlor und dem Druck nicht mehr stand halten konnte. 1,5:0,5
Tristan an Brett 8 hatte früh einen Bauern eingebüßt, kämpfte lange um Ausgleich, konnte sich aber dann auch nicht mehr halten. 2,5:05
Als nächstes gab unser Brett 7, Eberhard, auf, nachdem er über weite Strecken recht aussichtsreich stand, jedoch urplötzlich eine Figur verloren hatte und das nicht mehr kompensieren konnte. 3,5:0,5
Die Niederlage bahnte sich an, zumal für Suraj und Roman nicht mehr als ein remis drin war und Ralf und ich echt kämpfen mussten, um nicht baden zu gehen. Aber Suraj an Brett 6 hatte in seiner totremisen Stellung doch noch eine Hintertür gefunden und nach zähem Rumgeschiebe unseren ersten ganzen Punkt eingefahren. Es sollte allerdings auch der einzige bleiben. 3,5:1,5
Bei mir an Brett 2 stand ich lt. engine sogar zwischenzeitig besser, vermochte aber den Vorteil nicht zu nutzen und übersah einen Bauernverlust, der mir mein ganzes Konstrukt zusammenfallen ließ. 4,5:1,5
Roman an Brett 3 hätte wahrscheinlich auch nach 13 Zügen wie Justin remis geben können, lt. Analyse war nie ein Spieler mehr als 0,2 im Vorteil. Und als Roman eine Chance bekam, sah er sich nicht. So einigte man sich nach über 4 Stunden Spielzeit durch Zugwiederholung. 5:2
Ralf hatte es an Brett 5 mit der einzigen Dame des Nachmittags zu tun. Und relativ schnell erinnerte mich die Partie an ein Zusammentreffen zwischen David und ihr an gleicher Stelle vor ein paar Jahren. Auch da hatte sie nach 20 Zügen kaum noch 5 min. auf der Uhr und es war ein zähes Ringen, was David (glaube ich) letztendlich für sich entschied. Ralf stand auch lange gut, baute immer wieder Druck auf, übersah jedoch zu später Stunde einen Bauernverlust, durch den ihm die komplette Abwehrstellung um den König zerpflückt wurde. Bis weit nach 21 Uhr kämpfte Ralf aber tapfer weiter, musste jedoch letztendlich die Niederlage eingestehen. 6:2
Wir hätten in Veldhausen was holen können, in Bestbesetzung hätten wir dort was holen müssen. Ich hoffe mal, dass sich die Ausfälle in Zukunft in Grenzen halten werden.
