Am 9. Spieltag der Kreisliga empfingen wird Bad Essen II zum letzten Spiel der Saison im Barenturm. Nach dem verpassten Aufstieg von Bad Essen und unserem Klassenerhalt, ging es lediglich darum einen versöhnlichen Saisonabschluss zu finden.
Personell mussten wir auf Jochen als Mannschaftsführer und Peter verzichten. Spielten wir nahezu die ganze Saison mit der Stammbesetzung, war dies abgesprochen und wir gewannen Walter und Tom als Ersatz für unseren Spieltag. Beiden gilt der Dank für Ihre Aushilfe und dem ganzen Team für den Zusammenhalt und die Disziplin über die ganze Saison.
Das mit Bad Essen spielstarke Gegner in den Turm kommen, sahen wir vorab auf dem Spielbogen. Alleine Ralf und Günter hatten jeweils einen Gegner mit 400 DWZ mehr vor sich. Aber nun zu den Partien und der Mammutaufgabe etwas Zählbares mitzunehmen.
Ralf an Brett 1 spielte eine solide Eröffnung mit den schwarzen Steinen. 15 Züge voller Theorie folgten. Später bog Ralf leider falsch ab und stellte eine Figur ein. Sein Gegner, mit über 1800 DWZ, spielte es sauber zu Ende. Kurz vor der Niederlage hatte Ralf sogar noch Chancen auf ein Remis, fand diesen Weg jedoch nicht und musste seinem Gegner final die Hand reichen. Matt und 0-1.
Bei mir an Brett 2 wählten beide Seiten einen soliden Aufbau ohne wirklich Drohungen aufzubauen. Auch die spätere Analyse zeigte, das keiner einen wirklichen Vorteil hatte. Ein Remis nach 38 Zügen war die Folge. Somit 0,5 – 1,5.
Maximilian an Brett 4 kam ebenfalls gut und solide aus der Eröffnung. War er doch vor dem Spiel unser Topscorer und Punktegarant. Doch auch er bog falsch ab und seine Stellung brach im Turmendspiel ein. Auch hier ein zu einfacher Sieg für Bad Essen. 0,5 – 2,5 die Folge.
Nach 3 von 6 Brettern sah es nach einer herben Klatsche für uns aus und weit entfernt von einem versöhnlichen Saisonabschluss.
Günter an Brett 3 hatte wiederrum den Topscorer der Bad Essener vor sich. 7/8 Punkten war seine Ausbeute und auch fast 1800 DWZ sprechen hier eine deutliche Sprache – Im Grunde auch zu Stark für die Kreisliga. Günters Gegner spielte Damengambit in der Eröffnung und beide fanden sich im Mittelspiel wieder. Inzwischen stand Günter dem Druck des Gegners gegenüber und in einer passiven Stellung seiner Figuren. Unter dem Druck wollte Günter einen Bauernverlust vermeiden, übersah jedoch ein Zwischenschach und verlor eine Figur. Gekonnt tauschte sein Gegner die Figuren und brachte es ins Ziel. Nach 42 Zügen stand die Niederlage für uns. 0,5-3,5 der Zwischenstand.
Tom an Brett 5 sah sich einem von zwei mitgereisten jugendlichen Gegnern gegenüber. Mit den schwarzen Figuren spiele Tom Caro-Kann und stand defensiv – seine Figuren waren alle samt „eingebaut“. Aber, gekonnt tauschte Tom die Figuren und konnte seine Stellung öffnen. Schließlich fand er eine schöne Taktik, die dazu führte, dass der Gegner zwei Leichtfiguren gegen seinen Turm tauschen muss oder der Bauer vom Tom die Grundreihe erreicht. On top stellte sein Gegner dann auch noch Matt in 1 ein, was Tom natürlich sah und somit den vollen Punkt gewann. 1,5- 3,5 .
Hier darf noch erwähnt werden, dass die (wohl noch kindliche) DWZ von 868 bei Tom sicher bald steigen wird. Tolle Partie, toller Sieg.
An Brett 6 kämpfte Walter mit den weißen Steinen. Vierspringerspiel kam aufs Brett und Walter ging nach der Rochade beider Spieler zum Angriff über. Jedoch übersah er eine Taktik des Gegners und musste folgend seine Dame geben. Mit dem Mute der Verzweiflung kämpfte er noch, jedoch folgte auch hier die Niederlage.
1,5 – 4,5 der Endstand.
Was bleibt, ist ein 6. Tabellenplatz in der Kreisliga. Und wie an diesem Tage, wäre deutlich mehr möglich gewesen – aber viel zu einfache Fehler und somit verschenkte Punkte, machten es zu oft unseren Gegnern viel zu einfach. Wollen wir auf Dauer und vor allem in der neuen Saison erfolgreich sein, müssen wir dringend einfachste Fehler und einzügige Einsteller von Figuren abstellen. Denn die wachsende Spielstärke der Gegner in der Kreisliga hat uns eins gelehrt: Fehler werden sofort bestraft und viel zu selten erlauben sich unserer Gegner diese in der Häufigkeit wie wir es tun.
Ein besonderer Dank für dieses Spiel an Tom und Walter für die Aushilfe, aber auch an alle Spieler die diese Saison für angetreten sind.
Wir nutzen die Sommerpause und stellen uns neu auf. Man darf gespannt sein, was die neue Saison bringen wird.
Dennis Hahn
