Der Youngtimer war zu leise oder warum der Wertheraner DWZ- Shredder läuft. Bericht über das Schloss Open 2026 in Werther

Wie immer fand am Wochenende vor Ostern das Schloss Open in Werther statt. Der OSV war dieses Jahr mit einer Delegation von 3 Mitgliedern unserer sechsten Mannschaft vertreten.

Während Ralf Schmidt immer alleine anreiste, fuhren Maximilian Reuschel und ich immer gemeinsam nach Werther.

Da Ralf und ich uns irgendwann einmal eine ELO erspielt hatten mußten wir im gut besetzten C-Open antreten, während Maximilian im D-Open spielen durfte. Das Problem im D-Open ist, dass man teileweise auf starke aber noch DWZ-lose Spieler trifft.

Am Freitag fuhren wir mit Maximilians Youngtimer, welcher nachdem er frischen TÜV und eine reparierte Auspuffanlage hatte nicht mehr so laut wie in Gütersloh war. Anscheinend waren wir dadurch für die erste Runde nicht wach genug. Jedenfalls verlor Maximilian in der ersten Runde gegen einen DWZ losen Gegner, der sein erstes Turnier spielte. Ich durfte in der ersten Runde gegen die Nummer fünf der Setzliste antreten und verlor prompt, obwohl ich laut Engine zwischenzeitlich auf Remis stand. Leider hatte ich eine Bauerngabel meines Gegners überschätzt. Ralf erkämpfte sich in der ersten Runde ein Remis.

Obwohl wir an den beiden folgenden Tagen mit meinem noch leiseren Elektroauto anreisten, erwischte Maximilian am Samstagmorgen einen guten Start und holte seinen ersten vollen Punkt. Zur Belohnung für meine Niederlage am Vortag durfte ich gegen den zweiten der Setzliste antreten gegen den ich ebenfalls verlor. Ralf kämpfte in der zweiten Runde ums Remis, hatte aber am Ende ein Tempo zu wenig und verlor in einem Läuferendspiel.

In Runde drei aktivierte Maximilian seinen Remisator, während ich meinen ersten vollen Punkt holte. Ralf verlor leider wieder.

In der vierten Runde versuchte ich gerade noch eine komplett verlorene Partie (lt. Engine -22) irgendwie zu retten, als Maximilian bereits nach ca. 1 Stunde neben meinem Brett auftauchte und mir mitteilte das er bereits verloren habe, da er zügig eine Figur eingestellt hatte. Dabei bin ich normalerweise derjenige der blitzt. Mein Gegner ließ mich dann glücklicherweise mit einer Stellungswie-derholung ins Remis entwischen. Dieses auch weil ich mich nicht traute noch Gewinnversuche zu unternehmen. Ralf stellte unterdessen ebenfalls eine Figur ein und verlor prompt.

In der letzten Runde durfte ich gegen meinen ehemaligen Helleraner Mann-schaftskameraden Klaus Lapehn antreten. Anscheinend hatte ich zu sehr auf Maximilian und Ralf gehört und stellte ebenfalls zügig einen Läufer ein, was zu einer schnellen Niederlage führte. Für Maximilian und Ralf endete das Turnier mit jeweiligen Siegen zum Abschluß versöhnlicher.

Am Ende stand für Maximilian bei Startrang 18 der 43. Platz bei einem DWZ- Minus von 30, bei Ralf ein DWZ-Minus von 18 bei Platz 42 und Startrang 39 zu Buche. Ich landete bei Startrang 35 auf Platz 44 und verzeichnete ein DWZ-Minus von 25.

 

Trotz des DWZ-Shredders werden wir im nächsten Jahr wieder antreten. Allerdings werden wir bei der Anreise für Lautstärke sorgen, damit wir etwas wacher sind. Dann können wir den DWZ-Shredder eventuell einmal für andere anwerfen.

 

Ich hoffe allerdings das nunmehr die halbe sechste Mannschaft für unser Nachholspiel gegen Gaste-Hasbergen am 11.04.2026 warm gespielt ist.

 

 

Dr. Jochen Wagner