Knappes 3,5:2,5 für SV Osnabrück IV in Bersenbrück

Am 28. Februar waren wir mit unserer Mannschaft SV Osnabrück IV zu Gast in Bersenbrück, um ein Nachholspiel gegen Bramsche/Bersenbrück 2 auszutragen. Ursprünglich war die Begegnung für den 15. Februar angesetzt. An diesem Wochenende fand jedoch in Rödinghausen ein Schachturnier statt, an dem mehrere unserer Spieler teilnehmen wollten. Da unsere vierte Mannschaft ausschließlich aus Jugendspielern besteht, war uns die Teilnahme an diesem Turnier besonders wichtig. Nach Rücksprache mit dem Mannschaftsführer und dem Team aus Bersenbrück wurde das Spiel daher freundlicherweise verlegt. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei Bersenbrück bedanken, die der Verlegung unkompliziert zugestimmt haben und damit unseren Jugendlichen die Teilnahme am Turnier ermöglichten.

Am fünften Brett spielte ich mit den weißen Steinen und wählte in der Eröffnung die Katalanische Eröffnung. Bereits früh entwickelte sich eine aktive Stellung, in der ich Druck aufbauen konnte. Nachdem sich die Stellung geöffnet hatte, gelang es mir relativ schnell, die Initiative zu übernehmen und einen Angriff auf die gegnerische Königsstellung einzuleiten. Durch mehrere präzise Züge geriet mein Gegner zunehmend unter Druck. Bereits nach  einer Stunde Spielzeit war die Partie praktisch entschieden, ehe ich den Angriff mit einer taktischen Kombination und mehreren Schachgeboten zum Matt führen konnte und damit den vollen Punkt für die Mannschaft sicherte. 1:0

Am sechsten Brett spielte Elian Vybieral mit den schwarzen Steinen gegen Anna Asmus, die mit einer DWZ von knapp 1576 die nominell stärkste Gegnerin der gegnerischen Mannschaft war. Die Partie begann offen mit 1.e4 e5 und entwickelte sich früh zu einem taktisch geprägten Mittelspiel, in dem beide Spieler aktiv nach Chancen suchten. Nach mehreren Abtäuschen im Zentrum entstand eine ausgeglichene Stellung, in der Elian gut mithielt und immer wieder Gegenspiel suchte. In einer taktischen Situation verrechnete er sich jedoch und stellte dabei unglücklich seine Dame ein. Der daraus resultierende Materialverlust war letztlich entscheidend, sodass sich Elian im weiteren Verlauf der Partie geschlagen geben musste. 1:1

Am zweiten Brett spielte Vykintas Janulis mit den schwarzen Steinen. In der Eröffnung wählte sein Gegner eine Variante des Veresov-Systems, aus der sich schnell eine dynamische Partie entwickelte. Nach der Öffnung des Zentrums kam es zu mehreren Abtäuschen, wodurch eine sehr unübersichtliche Stellung entstand. Vykintas verteidigte sich aufmerksam und nutzte gleichzeitig die entstehenden Chancen zum Gegenspiel. Im weiteren Verlauf gelang es ihm, mit präzisem Figurenspiel Druck auf die weiße Stellung auszuüben und entscheidenden Materialvorteil zu gewinnen. In der komplizierten Stellung behielt Vykintas die Übersicht und konnte die Partie schließlich zu seinen Gunsten entscheiden, womit er den vollen Punkt für die Mannschaft sicherte. 2:1

Am vierten Brett spielte Mathis Pauk mit den schwarzen Steinen eine Partie, die aus einer Italienischen Eröffnung hervorging. Weiß entwickelte seine Figuren aktiv und versuchte früh Druck im Zentrum aufzubauen. Mathis reagierte solide, entwickelte seine Figuren harmonisch und rochierte früh, sodass zunächst eine ausgeglichene Stellung entstand. Im weiteren Verlauf öffnete sich das Zentrum, wodurch beide Seiten zu aktivem Figurenspiel kamen. Mathis gelang es dabei, Gegenspiel zu organisieren und die Stellung lange dynamisch zu halten. Im späteren Mittelspiel entwickelte sich eine taktisch geprägte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Schließlich setzte sich jedoch die Initiative seines Gegners durch, sodass Mathis die Partie im weiteren Verlauf aufgeben musste. 2:2

Am ersten Brett spielte Luca Czubek mit den weißen Steinen eine lange und ausgeglichene Partie. Ausgehend von einer geschlossenen Eröffnung entwickelte sich zunächst ein ruhiges Mittelspiel, in dem beide Spieler ihre Figuren aktiv ins Spiel brachten und um die Kontrolle im Zentrum kämpften. Luca gelang es dabei, Druck aufzubauen und seine Figuren harmonisch zu koordinieren, während sein Gegner stets nach Gegenspiel suchte. Im weiteren Verlauf wurde die Partie zunehmend taktischer, doch keiner der beiden Spieler konnte sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Nach einem langen Kampf einigten sich beide Seiten schließlich auf Remis, sodass Luca am Spitzenbrett einen halben Punkt für die Mannschaft sichern konnte. 2,5:2,5

Am dritten Brett spielte Alex Arndt mit den weißen Steinen und wählte eine Stonewall-Struktur. Die Partie entwickelte sich zu einem langen und hart umkämpften Duell und war mit über vier Stunden Spielzeit die längste des Tages. Zwischenzeitlich stand es im Mannschaftskampf 2,5:2,5, sodass die Entscheidung an diesem Brett fiel. Im Endspiel entstand zunächst eine Stellung mit Turm und vier Bauern gegen Turm und zwei Bauern. Alex spielte das Endspiel sehr geduldig und tauschte geschickt zwei seiner Bauern gegen die beiden gegnerischen Bauern ab. Dadurch entstand schließlich ein Endspiel mit jeweils einem Turm, in dem Alex noch zwei Bauern mehr besaß. Obwohl sein Gegner in dieser Stellung Remis anbot, lehnte Alex ab, da für den Mannschaftssieg ein voller Punkt benötigt wurde. Mit präzisem Spiel und seinen beiden verbliebenen Bauern setzte er seinen Gegner weiter unter Druck, bis dieser schließlich die Partie aufgab und Alex damit den entscheidenden Punkt für die Mannschaft sicherte. 3,5:2,5

Mit diesem Erfolg konnten wir uns einen knappen Auswärtssieg in Bersenbrück sichern und zwei wichtige Mannschaftspunkte mit nach Osnabrück nehmen. Durch diesen Sieg haben wir einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, der damit nahezu gesichert ist. In der aktuellen Tabelle belegt SV Osnabrück IV derzeit einen starken dritten Platz. Für unsere junge Mannschaft ist das ein sehr erfreuliches Ergebnis und ein weiterer Beleg für die positive Entwicklung des Teams in dieser Saison.

Dimitri Bundan