Spielbericht

 

Kreisliga OS, 6. Spieltag, 16.02.19

Bersenbrück/Bramsche 2 - 0SV 3:    3:3

Nur ein Unentschieden beim Tabellenvorletzten? Noch dazu ein Brett freigelassen? Was war geschehen? Nun, Jürgen, unser Mann am dritten Brett, hatte auf dem Weg von Hannover nach Osnabrück auf der Großbaustelle namens Bahnhof Bielefeld-Brackwede den falschen Zug gewählt (har, har), nämlich den nach Münster statt nach Bünde, in der Annahme, der Weg von Bielefeld nach Osnabrück führe über Münster (einem Preußen aus Hannover mag der Irrtum verziehen werden). Während unsere Resttruppe ihn auf dem Weg nach Bersenbrück wähnte, befand sich der Ärmste in Wahrheit auf einer Odyssee durch Ostwestfalen irgendwo im Funkloch zwischen Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück – wobei das Funkloch relativ bedeutungslos war, denn sein Handy war ohnehin entladen … 

Gegen 17 Uhr beschlich den nichts ahnenden Chronisten allmählich ein unruhiges Gefühl: Zwar wurde es dunkel, aber die Preußen kamen nicht. Der kampflos verlorene Punkt konnte bald von ihm selbst glücklich ausgeglichen werden, nachdem der Gegner einen auf der h-Linie abgestellten Springer aus den Augen und überhaupt verloren hatte („Springer am Rand …“), doch weitere klare Siege zeichneten sich nicht ab.

Edward brachte die Schlechter-Variante der Slawischen Verteidigung aufs fünfte Brett, musste sich aber in einer völlig ausgeglichenen Endspielstellung mit T und L bei gleichen Bauern mit einem Remis begnügen. Auch Harald an Brett 2, der sich Sizilianisch mit e6 und d6 verteidigte, einigte sich mit dem Gegner in undurchschaubarer Stellung schließlich auf Remis. Um den dankenswerterweise als Spieler und Fahrer eingesprungenen Kai Lorenz an Brett 6 stand es anfänglich bedenklich, doch dann profitierte er von einem Fehler des Gegners, hatte endlich eine Gewinnstellung auf dem Brett – und verpasste seinerseits den Sieg, so dass ein weiteres Remis zu vermerken war. Blieb nur noch unser Spitzenbrett Dennis, der einmal mehr auf das Londoner System setzte und einen Erfolg versprechenden Angriff auf den gegnerischen Königsflügel aufbauen konnte, dennoch am Ende aber in eine Zugwiederholung einwilligen musste, da der Gegner wie aus dem Nichts plötzlich gefährliche Drohungen gegen seinen eigenen, weitgehend ungeschützten König auf das Brett zauberte.

So stand am Ende statt der erhofften zwei Punkte nur ein mageres Pünktchen. Mit 7 aus 5 stehen wir dennoch auf dem dritten Platz der Tabelle und treffen – hoffentlich vollzählig - im kommenden Heimspiel am 9. März auf den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter aus Dissen-Bad Rothenfelde. Unterstützung aus den Reihen des OSV wird uns sehr willkommen sein!

 

Armin Stein

Kapitän 3. Mannschaft