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2. Kreisklasse OS, 2. Spieltag, 4.11.17

Auch am 2. Spieltag wird gepunktet! 2,5:1,5 gegen Fürstenau

Der 2. Spieltag gestaltete sich kurios wie selten und wird noch länger in Erinnerung bleiben.
Anfangs verlief noch alles in geordneten Bahnen. Unsere Gegner aus Fürstenau kamen mit zwei starken DWZ-Recken und zwei Ersatzspielern an, die aber auch schon in der 1. Fürstenauer Mannschaft gepunktet hatten. Wir allerdings konnten Thomas Velten wieder ans Spitzenbrett setzen, gefolgt von unserem aufstrebenden Youngster Luka Kvashilava. Dann kam für Brett 3 unser Urgestein Erwin Negt, dazu mit Nikita Ivashkov ein weiterer Jugendspieler, der erst neulich mit seinem Schachvideo über Russisch unseren youtube-Kanal bereichert hat. Und dann begannen die Spiele.

Recht früh gab es die erste Punkteteilung. Thomas am Spitzenbrett nahm nach nur 35 Spielminuten das Remisangebot seines Gegners an. Außer einer völlig ausgeglichenen Stellung war mit ein Grund die sehr gute Stellung von Nikita an Brett 4: Dort hatte er seinen Gegner nach dessen unglücklicher Eröffnungsbehandlung recht deutlich überspielt - wir hofften auf den vollen Punkt.
Zwischenstand aber noch 0,5:0,5.

Unsere anderen beiden Spieler Luka (Brett 2) und Erwin (Brett 3) gerieten allerdings nach und nach ins Hintertreffen. Bauernverluste waren nicht mehr abzuwenden, echtes Gegenspiel war nicht zu finden, aber noch kämpften die beiden durchaus tapfer.

Dann allerdings geriet der Spielverlauf völlig außer Kontrolle. In direkter Greifweite, weil keine 3 Züge vor ihm, lag für Nikita eine echte Michail-Tal-Gedächtniskombination mit Damengewinn; aber stattdessen wählte Nikita einen anderen Weg, der "nur" zu Qualitätsgewinn führte. Auch später hatte er die Chance zum Figuren- und endgültigen Partiegewinn, aber auch diese Chance kam und ging auch wieder. Zurück blieb dann ein kompliziertes, schwer zu spielendes und noch schwerer zu gewinnendes Bauernendspiel mit T+T vs. T+L.

Caissa, die Schachgöttin mit dem Haar wie rötlich glänzendes Gold, war es dann, die ein Einsehen mit unserem Kapitän hatte, der sich die grau werdenden Haare raufte: Luka gewann ebenso plötzlich wie einzügig einen Turm und die Partie, das gibt fett DWZ, und Erwin gelang in eigentlich hoffnungsloser Stellung ein Matt mit seinen zwei einzig verbliebenen Figuren. So wurde der Spielverlauf nach 85 bzw. 90 Minuten völig auf den Kopf gestellt.

Zwischenstand also 2,5:0,5 für uns, der Mannschaftssieg war sicher.

Wegen anderer Termine verschwand die Schachgöttin Caissa, musste wohl noch nach Rulle, und in der letzten noch laufenden Partie geriet Nikita, im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen ohne göttlichen Beistand ganz auf sich alleine gestellt, mehr und mehr außer Tritt. Am Ende verlor er den lange Zeit sicher geglaubten Punkt ganz und gar - wie schade!

Nach einem langen Nachmittag mit spannenden Schachpartien und interessanten Post-Mortem-Analysen gab es für den Ergebnisdienst also einen Duselsieg zu melden. Und zumindest bis zum nächsten Spieltag dürfen wir in der Tabelle ungewohnte Höhenluft schnuppern.

Christoph Neumann, Mannschaftskapitän

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