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Kreisliga OS, 5. Spieltag, 27.01.18

0SV 3 - SC Dissen-Bad Rothenfelde: 2:4 - Chronik einer angekündigten Heimschlappe

Schon im Vorfeld der Partie vermeinte der Kapitän eine gewisse Schicksalsergebenheit der Seinen ausgemacht zu haben ("Bin schon den ganzen Tag sooo müde..."), die ihm zusätzliche Sorgenfalten auf die von den eigenen Ergebnissen der letzten Zeit ohnehin bereits zerfurchte Stirn trieb. Zugegebenermaßen stimmte die Aussicht nicht gerade optimistisch, gegen den bislang verlustpunktlosen Tabellenführer bestehen zu müssen, aber je nun - viel Feind, viel Ehr.

Es begann nicht einmal so schlecht für uns. Mein Gegner am dritten Brett ließ sich auf die gleiche Variante im Beschleunigten Drachen ein wie in der Saison zuvor, mit dem gleichen Ergebnis - Remisschluss nach 22 Zügen. Beinahe zeitgleich kapitulierte Edwards Gegner an Brett 4 in einer Stellung (König gegen König und Bauer), die sich sehr zu seiner Verblüffung in der anschließenden Analyse als haltbar erwies. Es folgte ein Remis von Harald am zweiten Brett in ausgeglichener Stellung, und schon hatten wir zwei Punkte aus drei Spielen und damit bereits ein halbes Pünktchen mehr als in der letzten Saison gegen den gleichen Gegner!

Allerdings kam keine rechte Freude auf, denn an den übrigen Brettern stand es schlecht, ja geradezu grottenschlecht. Eberhard an Brett 6 kämpfte lange und am Ende aussichtslos mit zwei Mehrbauern gegen eine Mehrfigur, und auch Amir am Spitzenbrett musste aufgeben, nachdem sein Gegner sich eine im wahrsten Sinne des Wortes erdrückende Gewinnstellung erarbeitet hatte. Beim Stande von 2:3 ruhten nun alle Hoffnungen auf Mirko, der eine Skandinavische Verteidigung aufs Brett gebracht und eine haarsträubende Partie durchzustehen hatte. Vor der ersten Zeitkontrolle geriet sein Gegner in arge Zeitnot, und es entwickelte sich ein psychologisches Duell, in dem Mirko nach Zügen suchte, die den Gegner zu längstmöglichem Brüten zwingen würden. Allerdings ging ihm selbst dabei der rote Faden verloren, und er büßte nicht nur einen Bauern ein, sondern musste auch noch einen isolierten Doppelbauern in Kauf nehmen. Für den 40. Zug verblieben dem Gegner schließlich nur noch wenige Sekunden Zeit, doch nachdem diese Hürde genommen war, stand unser Mitstreiter bald auf verlorenem Posten und war nach knapp fünfstündigem Match gegen neun Uhr am Abend endlich zur Aufgabe gezwungen.

Wir dürfen uns damit trösten, die beiden vermeintlich schwersten Brocken der Liga nunmehr hinter uns gebracht zu haben, und uns an der alten Botwinnikschen Weisheit erfreuen, wonach man nur aus Niederlagen lernt, nicht aber aus Siegen. Das nächste Auswärtsspiel gegen den TSV Osnabrück, gegen den wir in den letzten Jahren zumeist den Kürzeren zogen, findet am 24. Februar statt. Mit einem Erfolg ginge der Blick wieder nach oben!

Armin Stein, Mannschaftskapitän

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