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Landesliga Nord, 7. Spieltag, 25.2.2018

Unentschieden im verflixten 7. Spiel

Die kürzeste "Auswärtsfahrt" der Saison führte uns in die Lagerhalle, wo uns die spiel- und kampfstarke Mannschaft der Schachgesellschaft Osnabrück erwartete.

Es begann ähnlich wie im letzten Spiel: Lukas' Gegner an Brett 5 hatte wohl einen Infekt erwischt und es wurde gemunkelt, dass er nicht kommen würde. Aber bevor die Wartestunde vorbei war, war schon das Remis an Brett 7, vom Kapitän und Berichterstatter, unterschrieben. Man glaubt gar nicht, wie viele Figuren in nur 10 Zügen getauscht werden können...

Wahrlich keine Ruhmestat, die auch dazu beitrug, dass sich nach gut drei Stunden Spielzeit meine Miene verfinsterte. Sven hatte schon zuvor in schwieriger Stellung eine Figur eingestellt und Bernd aus unserer Zweiten, der dankenswerterweise kurzfristig für unseren grippekranken Christoph eingesprungen war, sah einer Niederlage entgegen.

Paul an Brett 2 musste ins Remis einwilligen, nachdem er zuvor in einem etwas schlechteren Endspiel gelandet war, und auch unser Spitzenbrett Dirk musste die Hand zum Remisschluss herüberreichen, nachdem die Stellung optisch besser aussah als sie objektiv war.

Mit einem 2,5 - 3,5 Rückstand ging es in die Zeitnotphase. Und da ereignete sich an Brett 4 (Geert) Kurioses: Die Eröffnung der beiden Koryphäen (?) darf als äußerst kreativ bezeichnet werden, die Stellung entsprechend schwierig. In knapper Zeit griff Geert fehl und gab das notwendige Damenschach auf dem falschen Feld. Folge war ein Turmverlust, der auch noch mit Schach genommen werden konnte. Niemand wäre Geert böse gewesen, wenn er hier die Partie aufgegeben hätte. Glücklicherweise tat er es nicht, sein Gegenüber gab einige Schachs, jedoch auf den falschen Feldern, und kurioserweise stellte sich nach der Zeitkontrolle heraus, dass der Gewinnweg nicht völlig trivial war. Und trotz langem Nachdenken fand der Weiße selbigen nicht und gab Dauerschach, da auch Geert selbiges drohte. Schwein gehabt!

Aber da fehlt doch noch jemand!? Natürlich unser Achim, wie immer die letzte Partie spielend. Zunächst etwas besser stehend hätte er dann in Nachteil geraten können, aber nach der Zeitkontrolle war klar, dass er die große Chance auf den vollen Punkt haben würde. Und dies erledigte er wie immer souverän zum schlussendlichen und glücklichen 4 : 4-Endstand. Keine Ruhmestat gegen nur 7 gegnerische Spieler, aber danach fragt bekanntermaßen im Nachhinein niemand mehr. Die Lage für uns bleibt jedoch kritisch, da es aufgrund der Ergebnisse in den höheren Ligen sehr wahrscheinlich drei Absteiger aus der Landesliga geben wird. Vorentscheidend wird das Nachholspiel am kommenden Sonntag im Turm sein, gegen den direkten Konkurrenten Stade.

Gerd Müller, Mannschaftskapitän