Sie befinden sich hier: Mannschaften - 1.Mannschaft - Spielbericht
Sie können hier zurück zur 1. Mannschaft oder zur Mannschaftsseite

Landesliga Nord, 5. Spieltag, 21.1.2018

Tag der verpassten Möglichkeiten (doch für wen?)

Die fünfte Runde der Landesligasaison führte unsere Erste nach Lüneburg, mit 2 x 245 km kein Vergnügen. Und es sah zunächst nicht so aus, als würde selbiges daraus werden. Unser Ersatzmann Bernd verlor schnell einen Bauern, Kompensation war nicht zu sehen. Wenig später gewann allerdings Christoph ebenfalls selbigen, es bahnte sich ein harter Wettkampf an. Alle anderen Partien nahmen einen eher zähen Verlauf, der Bedeutung dieser im Abstiegkampf wichtigen Begegnung angemessen.

Nach ca. 3 h sah ich allerdings schwarz. Christoph hatte eine gegnerische Attacke übersehen, woraufhin er in schwere Seenot geriet. Glück, dass sein Gegner den KO-Schlag verpasste, trotzdem war aus dem Mehr- ein Minusbauer geworden. Und mein Gegenüber wies mir die Unzulänglichkeit meines zu schematischen Aufbaus nach, mein zweifaches Baueropfer war reine Verzweiflung.

Doch in der vierten Spielstunde zeigte sich, dass die Überschrift (nur) auf die Lüneburger innerhalb weniger Minuten zutraf! Mein Gegner verfehlte die eigentlich leicht zu sehende richtige Fortsetzung, machte sich zunächst seine Aufgabe schwer und stellte dann im Bemühen, seinen Vorteil nachzuweisen, zweizügig die Dame ein, gab nach kurzem Zögern auf, verließ das Spiellokal und ward nicht mehr gesehen. Christophs Gegner verdribbelte sich, und ein Osnabrücker Freibauer mutierte zur Dame. Mittlerweile wollte der Lüneburger Spieler an Brett 8 Bernds schwarzen König mattsetzen und lud selbigen nach h4 ein - und setzte in schon unklarer Stellung falsch fort: 3 : 0 für uns.

Und auch an Brett 1 verpasste der Lüneburger gegen Dirk (der allerdings längere Zeit besser stand) in beiderseitiger Zeitnot einen gewinnbringenden Konter. Aus einem möglichen 0 : 4 war ein 4 : 0-Zwischenstand geworden.

Nach der Zeitkontrolle wurde es dennoch wieder eng, da Sven seine bedenkliche Stellung nicht halten konnte, Paul ebensowenig sein Turmendspiel und auch Lukas auf die Verliererstraße geraten war. Achim behielt jedoch - wie ich es von ihm gewohnt bin - die Nerven und verwertete letztendlich seinen Vorteil auch bei sehr knapp werdender Bedenkzeit und vier (!) Damen auf dem Brett.

Endstand also ein glückliches 5 : 3 für uns und wieder bestehenden Chancen im harten Abstiegskampf. Weiter geht es schon in zwei Wochen im Heimspiel gegen Nordhorn-Blanke II.

Gerd Müller, Mannschaftskapitän