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Landesliga Nord, 3. Spieltag, 26.11.2017

Keine Mannschaftspunkte in Esens

Bei trübem Wetter führte uns das dritte Saisonspiel an die Nordseeküste, nach Esens. Und trübe waren auch bald unsere Aussichten. Brett 4 (Geert) mussten wir freilassen, er hatte einen wichtigen Termin in Berlin. Und schon nach gut 90 min. bahnte sich der wenig später offizielle Zwischenstand von 0 : 3 an: Paul kalkulierte falsch, fand die nach der Partie von seinem Smartphone offerierte Lösung nicht (besser, das eigene Gehirn präsentiert sowas rechtzeitig!) und spielte mit einer Minusfigur und schlechterer Stellung ebenso nur noch kurze Zeit weiter wie Lukas, der leider auf seinen kürzlichen Trimph über IM Christian Richter in der Stadtmeisterschaft nun eine Partie folgen ließ, in der in nur 20 Zügen nichts zueinander passte. Und da Sven nach einem Schlagen des gegnerischen Bauern b2 in eine Zugwiederholung einwilligen musste, stand es um 12 h, nach nur 2 h Spielzeit, bereits 0,5 : 3,5!

Unwahrscheinlich, dass bei vier offenen Partien da noch was Zählbares für uns herauskommen sollte.
Eine starke Partie spielte allerdings Dirk am Spitzenbrett, der gegen das Wolga-Gambit seines holländischen Gegners (einer von Vier aus dem Land, das nicht zur WM fährt) nach und nach seine Stellung verstärkte und schließlich mit einem hübschen Turmopfer den Schwarzen mattierte.
Achims Stellung verschlechterte sich derweil immer mehr; wie er später, fair wie immer, zugab: "der war einfach besser als ich". Damit war unsere Niederlage schon perfekt und eine relativ frühe Heimreise bahnte sich an. Christoph und ich spielten noch, an den beiden letzten Brettern, und hatten die einzigen Gegner, die aus dem Land des derzeitigen Fußball-Weltmeisters stammen. Christoph hatte über vier Stunden hinweg eine schwierige Partie, die in beide Richtungen zu kippen drohte, aber "folgerichtig" in einem Dauerschach endete. Für die letztliche Ergebniskorrektur sorgte schließlich der Käpt´n und Berichterstatter selber, der sich an das selbst auferlegte Remisverbot hielt und ein Turmendspiel mit Carlsenscher Technik (zu der allerdings Christoph auf der Heimfahrt bemerkte: "das war nichts besonderes, hätte ich auch so gespielt") um 14.30 h zum 3 : 5-Endstand verwertete.
Überflüssig zu erwähnen, dass das Wetter auf der Heimfahrt mit ständigen Schauern zu unserer Stimmung passte...

Damit sind wir auf dem letzten Tabellenplatz angekommen und benötigen unbedingt beim nächsten Heimspiel, am 10. Dezember ab 11 h, gegen Stade einen Sieg, um nicht schon vorzeitig hoffnungslos zurückzufallen.

Gerd Müller, Mannschaftskapitän