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Landesliga Nord, 2. Spieltag, 12.11.2017

2:6 in Lilienthal

Die zweite Runde führte uns zum Aufstiegsfavoriten nach Lilienthal, kurz hinter Bremen gelegen und neuerdings auch mit mehreren starken Titelträgern aus verschiedenen Ländern besetzt. Ganz leise Hoffnungen kamen nach Verlesung der gegnerischen Aufstellung auf, Lilienthal verzichtete auf mehrere Spieler, bot an Ausländern einzig Holländer und sogar zwei Spieler < 2000 auf. Aber der "Rest" war an jedem Brett unseren Spielern ca. 200 DWZ-Punkten voraus...

Als Erster (nicht zum ersten und, ich wette, nicht zum letzten Mal) war nach weniger als 2 h Paul mit seiner Partie durch. Nach eigener Aussage war er mit seiner Eröffnung zufrieden, verkomplizierte die Partie - und hatte heute leider, anders als im letzten Spiel, weniger weit gerechnet als sein starker Gegner. Die übersehene Nebenvariante führte zur schnellen Niederlage und zum 0 : 1.
An den anderen Brettern bis Brett 6 machte sich nach und nach der Spielstärkeunterschied bemerkbar. Sven verlor gegen den früheren Fernschachweltmeister (aus Zeiten, in denen der Titel noch richtig was wert war) G. Timmerman aus Holland, der einfach mehr von der Stellung verstand, und Geerts starke Gegnerin schoss das 3 : 0 gegen uns.
Zwischenzeitlich schlugen Christoph und ich, am einzigen Brett mit zahlenmäßigem Vorteil für uns, Remisangebote aus, mussten aber kurz nacheinander schließlich doch in Zugwiederholungen einwilligen: 1 : 4.
Nur wenig später verloren Lukas, der wohl nur optisch völligen Ausgleich hatte und dem auch ein Qualitätsopfer nicht half, und überraschend auch Dirk am Spitzenbrett. Dirk hatte zwischenzeitlich weiter gerechnet als der gegnerische IM und einen Bauern gewonnen, aber bekannterweise verliert beim Schach derjenige, der den letzten Fehler macht: 1 : 6 gegen uns, nach dem uns völlig überraschenden Kurzschluss.

Während wir in den anderen Partien, vor allem bei Dirk, etwas liegengelassen hatten, sorgte Achim für einen schönen persönlichen Erfolg und die etwas glückliche Resultatsverbesserung. Sein holländischer Gegner, ebenfalls ein IM, besaß die besseren Eröffnungskenntnisse und machte aus einem Minus- einen Mehrbauern, verdribbelte sich jedoch in Achims Zeitnot, woraus wiederum aus einem Minus- ein Mehrbauer für uns entstand. Technisch war die Verwertung dieses Vorteils nicht einfach, doch da Achims Gegner offensichtlich von sich selber enttäuscht war, fiel diese Phase recht kurz aus: um 15 h stand die - realistisch so auch zu erwartende - 2 : 6 - Niederlage fest.

Nach zwei Spieltagen sind wir Vorletzter, schon in zwei Wochen führt uns der Weg zum Letzten, nach Esens, besetzt mit vielen starken Niederländern. Diese "verdanken" diese zwischenzeitliche Misere jedoch ausschließlich der Auslosung, haben sie, als nominell drittstärkste Ligamannschaft, doch Niederlagen gegen die beiden "Übermannschaften" der Liga, Lilientahl und Tostedt, einstecken müssen. Es wird schwer, sehr schwer...

Gerd Müller, Mannschaftskapitän