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Landesliga Nord, 5. Spieltag, 5.2.2017:

Lüneburg - OSV

Am frühen Morgen ging es los nach Lüneburg, unserer weitesten Auswärtsfahrt in dieser Saison. Von unserer Stammbesetzung fehlte Geert, der diesem zweifelhaftem Vergnügen verständlicherweise eine um das Vielfache weitere Urlaubsreise vorzog. Für ihn sprang dankenswerterweise unser hoffnungsvolles Talent Edwin Xiang ein, der allerdings, um das vorwegzunehmen, nachfolgend gegen ein noch größeres und bereits DWZ-schwereres 10-jähriges Lüneburger Talent einen schweren Stand haben würde.

Die Lüneburger überraschten uns im Folgenden mit mehreren unorthodoxen Eröffnungen - und leider auch damit, uns trotzdem (oder gerade deshalb?) große Probleme zu stellen. Von uns konnte einzig Christoph seinen Gegner bereits mit dem 5. (!) Zug überraschen und hatte dann eine volle Stunde Zeit- und bald riesigen Stellungsvorteil. Allerdings hatte Sven ebenso schnell fehlgegriffen und auf Kosten eines gewonnenen Bb7 einen ebenso großen Entwicklungsrückstand.

Die ersten beendeten Partien waren allerdings Remisen von Heinz und von mir. Meines schmerzte wegen des großen DWZ-Vorsprunges besonders, aber wie ich immer sage: "Elos und DWZ schießen keine Tore". Im Bemühen, die mich überraschenden Züge meines Gegners kreativ zu beantworten, hatte ich mir zuvor eine sehr beengte Position eingehandelt und musste nach dem Partieverlauf hiermit zufrieden sein: seine Züge waren nicht nur kreativ, sondern auch gut.

Die erste Niederlage war die von Edwin, der seine Partie längere Zeit ausgeglichen halten konnte, aber schließlich doch einige entscheidende Ungenauigkeiten einstreute. Christoph gewann zu meiner großen Überraschung erst im Endspiel (ich hatte auf einen Kurzzüger getippt), aber auch mit dem 2 : 2-Zwischenstand verringerten sich unsere Sorgenfalten nicht. Insofern beschied ich Achim, dem ein Remisangebot vorlag, "möglichst weiterspielen", was sich dann aber als schlechte Empfehlung herausstellte, denn leider verlor er eine hochkomplexe Stellung in beiderseitiger Zeitknappheit. Auch Lukas lehnte ein Remisangebot ab, aber seine sich jederzeit im Gleichgewicht befindliche Stellung war nicht zu gewinnen: 2.5 : 3,5.

Paul an Brett 1 war nach der Eröffnung optimistisch, aber sein Angriff verebbte nach einigen genauen Zügen seines Gegenübers rasch und schließlich auch seine Remishoffnung im später entstandenem Turmendspiel. Als letzter spielte Sven, auf den ich nach 10-15 Zügen keinen Euro gewettet hätte. Er überlebte einen gefühlten 10-Züge Entwicklungsrückstand auf Kosten nur eines Springers und konnte dabei einen zweiten Bauern einheimsen. Mit Turm + 4 Bauern konnte er erfolgreich den gegnerischen Turm, Springer und 2 Bauern Paroli bieten, nach seiner starken kämpferischen Leistung stand es am Ende 3 : 5.

Fazit: nach dieser Niederlage reihen wir uns wieder in die Schlange der acht (!) Abstiegskandidaten ein. Vorne ziehen die (eventuell nicht nur) mit Titelträgern reich bestückten Vereine aus Lingen und Tostedt ihre Kreise und wir stehen zwar mit 5:5 Punkten noch auf Platz 3, aber haben noch die beiden praktisch unschlagbaren Schwergewichte vor uns. Es geht weiter am 19. Februar im Turm gegen Tostedt, die regelmäßig mit drei IM antreten.

Gerd Müller, Mannschaftskapitän

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