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Kreisliga OS, 3. Spieltag, 23.01.16

TSV Osnabrück - OSV III: 5:3

Düster und regnerisch breitete sich der Himmel über den vier jugendlichen Musketieren der Dritten und ihrem Kapitän am Treffpunkt vor dem Hauptbahnhof OS, inmitten eines Getümmels aus prokurdischer Kundgebung und zahlreich angetretener Polizei. (Jan (zum Kapitän): "Ist das denn eine Bierdemo? Die haben doch eine Bierfahne!" Kapitän (in die Menge spähend): "Hm, schon möglich, dass manche von denen eine Bierfahne haben ...").

Das Match fand im TSV-Vereinsheim jenseits der Gleise statt, und einmal mehr gingen wir ersatzgeschwächt hinein, fehlten uns doch die beiden ersten Bretter, für die dankenswerterweise Guido Placke und Christoph Kreisel eingesprungen waren. An Brett 1 tat sich schon bald Kurioses, denn der Gegner hatte einen elften Zug Eberhards notiert, den dieser noch nicht ausgeführt zu haben meinte. Nach längerer Unterbrechung mit eingehender Prüfung durch die Kapitäne wurde festgestellt, dass Eberhard den ominösen Zug unmöglich hätte ziehen können, und die Partie ab dem zehnten Zug fortgesetzt - sie endete schon bald mit Remis durch "ewiges Schach". Die wie in Zement gegossenen Strukturen auf dem benachbarten Brett des Chronisten ließen gleichfalls den Remisschluss vernünftig erscheinen.

Am dritten Brett lieferte sich Edwin wie immer furchtlos und entschlossen einen wilde Auseinandersetzung, die der Gegner später als "schönste Partie seines Lebens" bezeichnen sollte. Zwar gelang es Edwin zunächst, die Bauernstellung vor dem gegnerischen König zu zerschlagen, doch nur um den Preis einer Leichtfigur. Die offenen Linien verstand der starke Gegner zu nutzen, und am Ende war es Edwins Königsstellung, die zusammenbrach. Diese spektakuläre Niederlage brachte uns in Rückstand, woran auch das nach einer ausgeglichenen Partie von Niklas an Brett 6 mit der Ruhe eines Alten gesicherte Remis nichts änderte.

Hoffnung keimte kurz auf, als Guido (Brett 7) ein Mehrbauernendspiel souverän und cool zum siegreichen Ende führte (sein fünfter Saisonsieg in Folge!), doch kurze Zeit später ging die Partie von Jan (Brett 5) verloren, nachdem er mit einer Minusfigur lange und ausdauernd Widerstand geleistet hatte. Justin am vierten Brett spielte inzwischen mit Turm und Läufer gegen Läufer, Springer und Mehrbauern, musste aber endlich das Remisangebot des Gegners annehmen, da sein Turm im gegnerischen Lager eingeschlossen stand.

Alle Hoffnungen ruhten nun auf Christoph am achten Brett - nur ein Sieg konnte noch eine Punkteteilung bringen. Nachdem er in uneigennütziger Weise einen Remisvorschlag des Gegners abgelehnt hatte (mit Dame, Turm und Läufer gg. Dame und zwei Türme bei zwei eigenen Mehrbauern), kam der Gegner mit einer wohldurchdachten Kombination schließlich doch noch zum Sieg. Schluß, Ende - mit 3:5 fuhren wir die erste Saisonniederlage ein. Einfach mappo!

Trotz alledem besteht kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Wir sollten uns vor Augen halten, dass das Konzept der Dritten auf der Kombination von starken und erfahrenen Spielern an den vorderen und aufstrebenden Jugendlichen an den hinteren Brettern beruht, die in dieser Saison vor allem Erfahrungen sammeln und sich an die Turnierpraxis gewöhnen sollen. Die zahlreichen Ausfälle an den vorderen Brettern (Spiel 1: Br. 3, Spiel 2: Br. 2 und 3, Spiel 3: Br. 1 und 2) waren kaum zu kompensieren. Für die Jugendlichen bedeuteten die Ausfälle, dass sie nicht wie vorgesehen an den Brettern 5 bis 8 spielten, sondern wesentlich weiter vorne. Angesichts dessen schlugen sie sich bravourös: Jeder der Vier hat bereits einen Sieg errungen und ein Remis erreicht, zum Teil gegen nominell deutlich stärkere Gegner.

Auch wenn die Saison nicht einfach werden wird, gilt es, am Kurs der Verjüngung des Vereins festzuhalten, denn es geht um nicht weniger als seine Zukunft. In der nächsten Saison werden die vier Musketiere der Dritten an Erfahrungen und Spielstärke deutlich hinzugewonnen haben, und im U12-Bereich kündigt sich die nächste Spielergeneration bereits an.

Dewa sayonara.

Armin Stein, Mannschaftskapitän

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