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Im Teilchenbeschleuniger:
6,5-Sieg in Dissen Bad/Rothenfelde
Das Spiellokal unserer
Gastgeber ist ein futuristisch anmutender Gebäudekomplex, ein großes
Halbrund mit abstehenden Sälen und Behausungen: Für Filmfans
eine Nachbildung (wenn nicht sogar das Originalset) von Brian de Palmas
Kinostreifen "Mission to Mars", für die Erdlinge unter
den Technikfreunden hingegen der Erstversuch eines Teilchenbeschleuniger-Automaten.
Und für die Belesenen der Grundriss von Prinz Prosperos Fluchtburg,
wegen der Sichtmöglichkeit zwischen dem großen Halbrund und
den abstehenden Ohren äh Sälen.
Die Farbverteilung
für Heim- und Auswärtsspiele ist in der BTO geregelt, sodass
es unser Mann am Spitzenbrett passenderweise mit König Schwarz zu
tun hatte. Für Maik Teichler und Arne Bedford, die an diesem Tag
verhindert waren, sprangen Norbert Kienel und Uwe Stoffers in die Bresche.
Nachdem wir in Runde
2 leer ausgegangen waren, sollte erst einmal eine richtige Grundlage geschaffen
werden: Jörg Hinken an Brett 2 machte im Sizilianer nach etwa 2,5
Stunden ein Remis. Zu diesem Zeitpunkt hoben sich die Weißpartien
von Gabriel Schedensack (Brett 3) und Eberhard Heymann (Brett 5) für
uns vorteilhaft vom sonstigen Partien-Einerlei ab: Eberhard Heymann war
kurz vorher ein Figurengewinn für zwei Bauern gelungen. Leicht war
die Stellung aber trotzdem nicht, weil sein Gegner zwei verbundene Freibauern
sein Eigen nennen konnte. Und Gabriel konnte dank seines Gespürs
für die aufs Brett gekommene Eröffnungsvariante einen starken
Angriff aufbauen.
Schließlich
gelang ihm bei fünf übrig gebliebenen Restminuten die entscheidende
Kombination und damit das 1,5 : 0,5 für uns. Fünf Minuten später
allerdings gab es den Ausgleich: Uwe Stoffers verlor auf Zeit.
Inzwischen begann
sich aber das Blatt zu unserem Gunsten zu wenden: Norbert Kienel hatte
seinen Königsflügel abgeschottet und damit dem königsindischen
Spielplan seines Gegners jede günstige Prognose genommen. Ein Schwenk
zum Damenflügel brachte Norbert den ganzen Punkt.
Auch Christoph Neumann
am Spitzenbrett führte die Figuren mit seinem minimalistischen Spielstil
irgendwie und doch recht klar zum Erfolg.
Inzwischen hatten
auch Eberhard Heymann und Nikolai Bäumler gewonnen. Nikolai an Brett
6 gewann dank zweier Freibauern am Königsflügel. Den Abschluss
bildete dann gerade rechtzeitig zur Abendessenszeit unser Jungkoch Tilman
List, der seinem Gegner einen vergifteten Bauern vorgesetzt hatte.
Weil an diesem Tag
auch unsere Vierte gewonnen hatte, gab es in der Stammkneipe der OSV-ler
bis in die späten Abendstunden hinein Schachpartien zu feiern und
nachzuspielen.
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