Tanz
mit den 64 Beelzebuben
- Christoh Neumann berichtet vom Pfingstturnier Beelen 2008 -
Das Beelen-Turnier wird seit 18 Jahren in einer Turnhalle ausgetragen. Bei meiner ersten Teilnahme 2007 schien das für mich zuerst eine Umstellung zu bedeuten, denn meine sonstigen Turniere fanden in noblen Hotels statt (Brakel, Wyk auf Föhr). Aber eine Umstellung war es dann doch nicht, denn die Atmosphäre in Beelen ist genauso angenehm wie bei den besagten anderen. Kein Wunder also, dass manche schon das 18. Mal dabei sind!
In der Halle ist viel Platz, der Boden dämpft alle lauten Schritte, es gibt eine ausgezeichnete Cafeteria mit Analysemöglichkeit, und direkt vor der Halle ist eine Wiese zum Spazierengehen zwischen den Zügen.
Dieses Jahr machte sich eine knappe Handvoll OSVler auf nach Beelen: Uwe Stoffers, Michael Jung, Tilman List und ich. Während sich die ältere Generation (Uwe und Michael) in Beelen einquartierte, fuhren Tilman und ich täglich mit dem Auto an, dank einer günstigen Mitfahrgelegenheit aus Hagen. Günstig deshalb, weil mir der Hagener Fahrer sein Auto samt Autoschlüssel für die Strecke Hagen-Osnabrück mitgab.
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Uwe Stoffers, Tilman List, Michael Jung und Christoph Neumann: Welche Aufregungen wird mir die erste Runde bringen? |
Was das Geschehen auf den
64 Feldern betraf, gab es für die Schachfreunde aus Osnabrück dieses
Jahr nur selten einen Grund zur Freude. Unbekannte Eröffnungen, schnelle
Figurenverluste und ein Fehlen der für Wettkämpfe so bitter nötigen
Schach-Intuition.
Demzufolge ist es kein Wunder, dass meine Autofahrten zwischen Hagen und Osnabrück
mit das Spannendste waren, weil ich 15 Jahre nicht mehr hinterm Steuer saß.
Drei Diagramme geben meine Fahrkünste auf und außerhalb der 64 Felder wieder.
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In der Sackgasse Eine meine Endstellungen, die ich als Weißer aufgeben musste: Schwarz kann hier einfach die Qualität auf d5 opfern, um dann mit seinen Zentrumsbauern zur Dame oder zum Mattangriff zu schreiten. |
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Auf der Überholspur Hier allerdings konnte ich als Weißer die Qualität meinerseits opfern und einen Mattangriff starten, beginnend mit 1.Txd4. |
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Ein Blick in die Cafeteria (Beelen 2007): Auch dieses Jahr gab es wieder leckere Salatvariationen. |
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Wo gehts lang? - Vor der unbeschilderten Abzweigung Hier hatte ich Schwarz. Anstatt sich um seine beiden angegriffenen Leichtfiguren zu kümmern, überraschte mich mein Gegner mit dem Damenzug 1.Dg6! Beide Leichtfiguren sind tabu, und ich musste in ein remisliches Endspiel abwickeln. |
Reichte es im Jahr 2007 noch zu einen satten Geldpreis, gab es dieses Jahr nur Lernerfolge. Und schon mal einen Eintrag in den 2009er-Terminkalender, um dann wieder ein erfolgreiches Turnier in Angriff zu nehmen.
Dank an unseren hilfsbereiten Fahrer Burkhard Kern (SF Ankum/Bersenbrück) !